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Pronator-teres-Syndrom
weiterer Suchbegriff: Syndrom des Pronator teres

13 Armschmerzen
----13.1 Oberarmschmerzen
----13.2 Unterarmschmerzen
-----------13.2.1 Medianuskompressionssyndrom

-----------------13.2.1.1 Pronator-teres-syndrom

Der Begriff

  • Der Muscu lus pronator teres entspingt zweiteilig am Epicondylus (= einem Gelenkknorren aufsitzender Knochenvorsprung für Muskelursprünge oder -ansätze) medialis humeri (= am unteren, inneren Ende des Oberarmknochens) und am Processus coronoideus ulnae (= sog. Kronenfortsatz der Elle). Der Muskel setzt an der Außenfläche des Radius (= Speiche) an.

  • Unter Syndrom versteht man ein stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen einhergehendes Krankheitsbild, meist unbekannter oder vieldeutiger Ursache.

Beim Pronator teres-Syndrom handelt es sich um ein Kompressionssyndrom (genauer: Nervenkompressionssyndrom) des Ner vus med ianus und wird deshalb auch als Medianuskompressionssyndrom bezeichnet.

Näheres über den betroffenen Nerv

Der Nervus medianus entsteht aus einem seitlichen und inneren Astes (Fasciculus lateralis und medialis) des Plexus brachialis (= Armnervengeflecht). Dadurch entsteht die sog. Medianusgabel in der Ellenbeuge. Hier wendet er sich leicht nach medial (= zur Körpermitte hin), tritt durch den Muscu lus pronator te res hindurch und zieht bis in die Loge (= von Bändern, Faszien, Kapseln aber auch Knochen begrenzter Spaltraum) der Beugemuskeln des Unterarm es. Nach einem kurzen Verlauf zwischen den oberflächlichen und tiefen Fingerbeugern tritt der Medianusnerv durch den Karpaltunnel in die Hand. Schon im proximalen (= körpernahen) Unterarm verlauf gibt der N. medianus einen Ast, den Nervus interosse us anter ior ab.

  • Zu einer Nervenstörung oder gar Nervenschädigung und damit zu einem Pronator-teres-Syndrom kann es kommen, wenn der Nervus medianus beim Durchtritt durch den Muscu lus pronator teres zu sehr eingeengt wird.

Mögliche Ursachen einer schädigenden Kompression:

  • Anatomische (= den normalen Aufbau des Körpers betreffende) Fehlbildungen

  • Verletzungen (z.B. Knochenbrüche oder auch Schnittverletzungen)

Mögliche Symptome (= Krankheitszeichen) beim Pronator-teres-Syndrom:

  • Schmerzen bei Pronation (= Einwärtsdrehung) des Unterarms gegen Widerstand

  • Druckschmerz über dem M. Pronator teres

  • Taubheitsgefühle der Finger, bevorzugt nächtlich,

  • Schwäche der Fingerbeuger

  • thenare (= den Daumen ballen betreffende) Muskelatrophie (= Muskelgewebsschwund).


Medikamentöse Schmerztherapie beim Syndrom des Pronator teres:

Akut (= rasch und heftiger auftretend) und subakut (= eher schleichend verlaufend) können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel), aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®. Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind diesog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder Etoricoxib (Arcoxia®), allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel relaxanzien (= Mittel zur Entspannung von Muskeln) (z.B. Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.

Manchmal ist aber ein Pronator teres-Syndrom nur mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®) (= im Gehirn bzw. Rückenmark wirkende Schmerzmittel) beherrschbar. Grundsätzlich sollte aber auch bei dieser Schmerzerkrankung eine längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Schmerzmittelbhängigkeit vermieden werden. Die Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (= Mittel gegen Depression, aber auch bei diesem Schmerzsyndrom hilfreich) (z.B. Doxepin, Maprotilin) oder auch Neuroleptika hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.

Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel):

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, daß neben der erwünschten Hemmung der Nozizeption (= Schmerzreizleitung), sozusagen als Nebeneffekt, auch vegetative Nervenfasern (= unwillkürliches Nervensystem) mit einbezogen sind, dies gilt insbesondere für den Plexus brachialis (= großes Armnervengeflecht). Die daraus resultierende sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Wirkung führt zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die u.a. einem kompressionsbedingt gestörten Nervenzellmetabolismus (= Stoffwechsel der Nervenzelle) kausal (= ursächlich) entgegenwirkt.

Eine sehr effektive und hilfreiche Methode ist eine vorübergehende, kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis mit Katheter (= anhaltende Betäubung des großen Armnervs mittels einem eingepflanzten, dünnen Kunststoffschlauch).
Dabei wird im Bereich der Innenseite des Oberarm es, nahe der Achselhöhle in örtlicher Betäubung der Arm nerv mit einer Kanüle aufgesucht. Dann wird durch diese Kanüle hindurch ein dünner Kunststoffschlauch in die Nervenscheide (= den Nerv umhüllendes Gewebe) eingeführt und nach oben, zur Schulter hin, vorgeschoben. In den nächsten 2-3 Wochen wird der Kunststoffschlauch mehrmals täglich (bei Bedarf auch nachts) mit einem örtlichen Betäubungsmittel aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt, daß die aktive Beweglichkeit erhalten bleibt, die Schmerzempfindlichkeit jedoch deutlich herabgesetzt oder aufgehoben ist. Im Stadium der deutlichen Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit kann dann intensiv und vor allem sinnvoll krankengymnastisch behandelt werden.
Nach neueren Erkenntnissen kann diese intensive Blockadetherapie das sog. Schmerzgedächtnis löschen, auch einem
Pronator-teres-Syndrom.

Physikalische Therapiemöglichkeiten beim Syndrom des Pronator teres:

  • Je nach individueller Disposition Kälte- (z.B. Kaltluftgenerator) oder Wärmetherapie (Rotlicht)

  • TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)

  • Magnetfeldtherapie bzw. pulsierende Signaltherapie

  • Hochtontherapie

  • Iontophorese (= mittels elektrischem Strom wird ein Medikament in den Körper eingebracht)

Bei Funktionseinbußen auch intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen und Ergotherapie.

Sollte mit den aufgeführten Therapiemethoden wider Erwarten keine Linderung bzw. durchgreifende Besserung zu erreichen sein, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Gar nicht so selten kommen aber Patienten nach einer solchen (fehlgeschlagenen) Operation in eine Schmerzklinik. Man fragt sich natürlich in solchen Fällen, warum eine Schmerztherapie nicht schon vor der Operation versucht wurde (???)

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Welche Vorteile bietet eine Schmerzbehandlung im
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  • Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 aus-schließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.

  • Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten.

  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.

  • Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.

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Aktualisiert:>22.12.2009</> a&bl90-
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www.pronator-teres-syndrom.de k u <strong>Pronator-teres-Syndrom</strong> <strong>Syndrom des pronator teres</strong> aktualisiert >28.12.2009</>

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